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Freitag 29.05.2009 - Monte Idolo

Heute zum "Monte Idolo". Jupppiiee.
Direkt nach dem Frühstück machen wir uns los. Zunächst entlang der SS125 nach Tortoli biegt man links in eine unscheinbare Straße ein - die SP27 in Richtung Lanusei - Ziel ist Arzana. In Arzana ist es wie in allen sardischen Bergorten... der direkte Weg ist fast unmöglich. Und so verfahren wir uns natürlich auch hier mehrfach. Anstrenged ist das Wenden am Hang immer noch, aber Übung macht ja bekanntweise den Meister ;-).
Schließlich finden wir den richtigen Weg und machen kurz Rast oberhalb von Arzana. Weiter geht es über Betonplatten hinein in den Wald. Unterwegs treffen wir auf wild lebende Katzenjunge - kleine Wollknäuel, die hektisch nach Mama fiepsen. Dann kommen wir zu einer Kreuzung an der wir rechts abbiegen hinauf zum Monte Idolo. Zum Teil ist es Waldweg, zum Teil geteert. Die Auffahrt ist an einigen Stellen recht steil. Man hat unterwegs an mehreren Stellen einen wunderschönen Ausblick bis hin zum Meer. Das letzte Stück zum Gipfel ist geschottert und führt recht steil und kurvig zum Idolo. Auf dem Gipfel angekommen stehen wir vor einer Statue des "San Michele". Was für einen traumhaften Ausblick man von hier oben doch hat.

Die Tour war bis hierhin gut mit unserer Bereifung zu schaffen. Nach kurzer Rast und ein paar Fotos geht es nun auf der anderen Seite den Berg hinunter. Der erste prüfende Blick befindet es erstmal als gut. Die Strecke führt durch den schattigen Wald - das wird gut tun. Nach den ersten hundert Metern halten wir an und blicken ehrfürchtig auf die tief geschotterte enge Kehre bergab vor uns: "Runter kommen sie alle..." denken wir uns, fassen uns ein Herz und nehmen die ersten Kehren und Kurven. Geschafft :-D Kein Umfaller, keine Verletzung. Zu diesem Zeitpunkt ahnen wir noch nicht, dass noch gut 8-10 Kehren der gleichen Art, und schlimmer, vor uns liegen. Doch auch diese sind mit ein wenig Geschick gut zu meistern. Kurze Verschnaufpause als wir auf eine Abzweigung treffen. Wo nun lang? Der Wegpunkt zeigt nach rechts, unser Gefühl nach links. Das ist gut! Also links.

Damit verlassen wir erstmal die "offizielle" Route. Doch auch dieser Weg führt zurück zur Kreuzung im Wald. Noch ein bisschen Waldweg und wir stehen wieder in der Zivilisation kurz vor der SP398, wo auch die geplante Offroad-Strecke endet. Wir fahren die Straße weiter Richtung Nuoro, vorbei am "Lago alto de Flumendosa". Leider gibt es hier keine Ausfahrt, daß man näher an dem See kommt und evtl. ein Restaurant findet. Da hätte man sicher vorher schon eine Landstraße wählen sollen. So fahren wir am See vorbei und nehmen die nächste Ausfahrt zur SP198 nach Lanusei. Es folgt eine herrliche kurvenreiche Strecke und man bekommt das Gefühl durch einen Streichelzoo zu fahren: Nach einem Bullen in einer Kurve mitten auf der Straße treffen wir auf etliche Kühe, Kälber, Ziegen, Schweine, die sich gemütlich im Schlamm suhlen, und Pferde, die sich entweder auf oder direkt neben der Straße tummeln. Hier ist echt Vorsicht geboten. Wir machen Halt am ersten Straßenkaffee, da unser Koffein- und Flüssigkeitspegel bedenklich niedrig sind. Dann geht es weiter auf einsamen, schönen, kurvigen Straßen. Auch in Lanusei schaffen wir es uns auf der Suche nach einem Restaurant zu verfahren. Wir enden wieder mal in einem Hinterhof und ein Sarde weist und freundlich aber bestimmt darauf hin "No strada, senore"... Jau, stimmt... Wenden am Hang können wir ja schon ganz gut ;-). Nach Lanusei warten viele Kehren auf uns. Scheinbar endlos scheinen sie niemals ins Tal zu führen. Irgendwann kommen wir doch unten an fahren zurück nach Bari Sardo zum Campingplatz.
Heute schlagen wir uns den Bauch beim Zeltplatz-Italiener voll.

  Tourdaten vom 29.05.2009 in Google Maps

  Tourdaten vom 29.05.2009 in Google Earth