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Montag 25.05.2009 - Genua

Frühstücken, aufladen, duschen, tanken - LOS.
Kurze Pause und Cappu bevor es in die Berge von Genua geht. An dieser Tankstelle gibt es eine extra Einflugschneise für Motorräder... die MUSS man ja nehmen. "Ist das Kettenspray für O-Ring-Ketten?" fragt Kathi den Tankwart - auf deutsch, englisch und mit Händen und Füßen. Hm.. sah wie ein 'Joh' aus. Na dann: gekauft und weiter.

Ca. 13:30 Uhr sind wir am Fährhafen in Genua. Wir haben es tatsächlich geschafft über 600km von zu Hause bis Genua 'trockenen Fußes' zu kommen. Das grenzt an ein Wunder :o)

Und wohin jetzt?!
Einmal ganz durch... von Italienern freundlich runtersauen lassen und wieder zurück zum Tor in Begleitung eines Sattelschleppers.
*Kathis Sonnebrille ist verschwunden*
Kurz darauf öffnet ein Check-In Schalter. Wir zeigen brav unsere Tickets. Es folgt seltsames Gebrabbel am Schalter - nicht mit uns, vielmehr mit dem Computer - aber dann: "Ahhh.. alora, Arbatax, bene". Sie schickt uns zum Anlegeplatz Nummer 3... hier ist noch nix los. Keine Fähre, keine Passagiere - bis auf ein älteres italienisches Pärchen und uns. Die beiden wollen ebenfalls nach Arbatax. Folglich sollten wir hier richtig sein.
Kathi holt noch kurz zwei Cappu und zwei Eis - wir haben ja schließlich noch viel Zeit - es ist kurz vor 16:00 Uhr, 18:00 ablegen. Aber irgendwie werden wir das Gefühl nicht los, daß wir falsch sind. Immer noch keine Fähre da und auf den Tickets steht 16:00 Uhr Verladeschluß. Den beiden Italienern kommt dies wohl ebenfalls 'spanisch' vor. Deshalb geht der Mann ein Stück und fragt beim Hafenpersonal nach. Als Kathi grad zurückkommt meint Andi - mit Blick auf den Italiener - "Wir sind falsch - der rennt!" Nu aber: Kaffee auf ex, Eis müssen wir stehen lassen und auf zum Verladeplatz 11. Klamotten an und los. Und hier steht auch unsere Fähre.
Das hat sie - ganz nebenbei bemerkt - auch schon bei unserer Ankunft heute mittag ;-)

Nochmal eine Stunde schwitzen - ohne Eis - im gemütlichen Kreis der Hafenarbeiter. Als wir freundschaftlich unser gut durchgewärmtes Wasser mit einem von ihnen teilen, muss er spucken - damit hat nicht gerechnet - wir schon schon und lachen alle herzlich. Dann sind wir endlich auf dem Kahn. Kabine suchen, austüddeln und in leichten Klamotten auf's Deck. Die Kabine ist klimatisiert und wir haben Betten. Die Betten sind übereinander, gegenüber eine kleine Ablage mit Spiegel, am Eingang ist eine Toilette mit Waschbecken. Was will man mehr? Es gibt auf dem Flur ansonsten noch eine Gemeinschaftsdusche. Da hier aber auch der Putzkram abgestellt ist befinden wir diese nicht als notwendig.
*Kathis Sonnebrille ist wieder da :-S Kopfschüttel*
Die nächsten 18 Stunden bitte keine Hektik!
Jetzt die Bar suchen. Deck 9 - Snack Bar. Treppe rauf, Treppe runter und immer schön Schilder gucken. Nix zu finden. Zurück in die Kabine. Vielleicht machen die ja erst auf wenn das Schiff abgelegt hat... Endlich fahren wir. Nächster Versuch. Bar auf Deck 7 - GEFUNDEN - Andi organisiert erstmal zwei Bierchen. Der Kellner fragt: "Italian beer?" Andi feixt: "German beer". Darauf der Kellner: "Tomorrow" und grinst frech. Na Humor haben sie ja, das muss man Ihnen lassen. Somit bleiben wir beim italienischen Bier welches wir im stündlichen Rhythmus erneuern. So langsam kennt man sich. Zu essen gibt es Salat + Lasagne. Um 22:00 Uhr gehen die Lampen aus.

  Tourdaten vom 25.05.2009 in Google Maps

  Tourdaten vom 25.05.2009 in Google Earth