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Samstag 06.06.2009 - Dorgali

Dorgali oder offroad? Es ist es windig und bedeckt - wir entscheiden uns für Dorgali, da wir davon ausgehen, dass es Nachmittags aufreißen wird. Diesmal fahren wir die Strecken umgekehrt, d.h. wir nehmen erst die SS125 auf dem Hinweg und durch die Berge auf dem Rückweg.

10:05 Uhr geht's los, gegen 11:00 Uhr machen wir am Pass eine Cappu-Pause. Der Blick nach Dorgali zeigt uns immer noch Wolken, aber das muss ja nichts schlechtes bedeuten. Wir schlängeln uns weiter Richtung Norden. Kurz vor Dorgali biegen wir rechts in einen Tunnel ab - der verläuft schnurgerade. Das ist ein echtes Erlebins nach der kurvenreichen Strecke. Wir fahren zum Hafen von Cala Gonone. Von hier aus kann man eine Bootsfahrt machen bzw. einen Zodiak mieten und selbst die Buchten erkunden. Aber zuerst brauchen wir was zu essen. Andi fällt schon beim Schlendern durch den Hafen auf, daß das Meer sehr unruhig ist und keine kleinen Boote außerhalb des Hafens. Aber das soll uns erstmal nicht abschrecken. Die Wolkendecke reißt nun tatsächlich auf und wir flüchten in den Schatten eines Sonnenschirmes bei einem Restaurant. Erstmal einen Cappu, dass wir uns einig werden bei welchem Bootsverleih wir uns einen Zodiak leihen möchten. Es gibt hier ca. 10 Verleiher, bei denen man an Holzbuden anheuern kann. Als wir dann so weit sind macht sich Kathi auf die Socken und fragt nach. Und wie das Leben so spielt: Es werden heute weder Ausflugsboote noch Schlauchboote ablegen. Es ist zu viel Seegang - schluchz.

Aus Frust genehmigen wir uns ein Eis und überlegen wie der Tag weitergehen soll. "Da gibt's ja noch 'ne Grotte" meint Andi lustlos: "Lass uns dahin fahren."

Gemeint ist die "Grotta di Ispinigoli". Wir pellen uns wieder in die Kombis. Mittlerweile sind es gefühlte 40°C und die Luft steht. Zur Grotte müssen wir zunächst den Berg in der Nähe des Hafens bezwingen. Gute sechs sehr enge Kehren mit Betonplatten bergauf sind der Weg. Man muss echt aufpassen, da es auch Gegenverkehr, Fahrradfahrer und Fußgänger gibt. Noch aus der letzten Kehre erhaschen wir einen super Ausblick auf den Hafen. Weniger anspruchsvoll geht es auf der anderen Seite wieder herunter. Noch etwa 10 km über kleine Teerstrassen entlang der Felder dann sind wir da. Auf dem Parkplatz vor der Grotte betrachten wir den Aufstieg der jetzt auf uns wartet und beschliessen kurzerhand, daß wir uns diesen steilen Weg bei dem warmen Wetter in den Motorradkombis nicht antun wollen. Also kehrt zurück zur Straße und weiter Richtung Dorgali, die SS125, Berge, Pass, Berge... schöööööööööön.

Es wird immer wärmer und drückender. Kurz vor Lotzorai beginnen wir in voller Fahrt dermaßen an zu schwitzen, dass wir froh sind als wir endlich bei gefühlten 42°C auf dem Zeltplatz ankommen. Ein eiskaltes Bier bei Alfredo lässt uns wieder zu normalem Puls kommen.
Abends noch ein wenig flippern und Tischtennis. Dann ist es auch wieder kühl genug zum schlafen gehen. An die Gesänge der Nachtigall haben wir uns längst gewöhnt.

  Tourdaten vom 06.06.2009 in Google Maps

  Tourdaten vom 06.06.2009 in Google Earth